Retter auf dem Laufsteg

Hunderte Besucher kamen am Samstag zur ersten „Langen Nacht der Feuerwehr“, um sich über die Arbeit der Retter auf der Alb zu informieren.

Die "Lange Nacht der Feuerwehr" in Amstetten bot spektakuläre Einblicke in die Arbeit der Rettungskräfte. Foto: bwk

Die „Lange Nacht der Feuerwehr“ in Amstetten bot spektakuläre Einblicke in die Arbeit der Rettungskräfte. Foto: bwk

 

Zu einer „Langen Nacht der Feuerwehr“ hatten die Floriansjünger von Amstetten und den Ortsteilen Bräunisheim, Hofstett, Reutti, Schalkstetten und Stubersheim am Samstagabend ins Feuerwehrhaus eingeladen. Nach verhaltenem Auftakt füllten sich die Bänke und Tische in der Fahrzeughalle ab 18 Uhr zusehends. Darunter viele junge Familien.

Eröffnet wurde der Info-Marathon von der Feuerwehrkapelle Amstetten unter Leitung von Harry Zimmermann. Kommandant Gerhard Hiller, dessen Sohn Daniel die Veranstaltungsnacht vorbereitet hatte, begrüßte die Besucher, unter ihnen Bürgermeister Jochen Grothe, Gemeinde- und Ortschaftsräte sowie die Lagedarstellungsgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Illertissen. Letztere zog die Besucher mit spektakulären Vorführungen wie dem Löschen einer brennenden Gartenhütte oder der Rettung eines verunglückten Autofahrers aus seinem brennenden Fahrzeug in ihren Bann.

Dazu gabs jede Menge Infos über alles, was mit Rettung zu tun hat: So war die HVO (Hilfe vor Ort) mit Verena und Michael Kasper an einem Stand vertreten. Die HVO gibt es in Amstetten seit 2005. Sie wird automatisch über Funkmeldeempfänger alarmiert, wenn Notarzt und Rettungswagen angefordert werden. Als Erste am Einsatzort überbrücken die qualifizierten Helfer vom Roten Kreuz die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes. Und das tun sie durchaus mit Erfolg: „Wir haben seit Bestehen der HVO sechs Personen erfolgreich reanimieren können“, berichtet Michael Kasper.

Im Freigelände beim Feuerwehrmagazin wurde in einem Zelt über verschiedene Rauchmelder informiert. Feuerwehrleute demonstrierten und ließen die Besucher auch gleich ausprobieren, wie Kleinbrände im Haus mit einer mit Löschschaum gefüllten Spraydose gelöscht werden können. In einem vernebelten Zelt durften Interessierte mit einer Wärmebildkamera Vermisste suchen.

Die Jugendfeuerwehr hatte derweil die spielerische Betreuung der kleinen Gäste übernommen. Stets dicht umlagert waren während der ganzen Veranstaltung die Essen- und Getränkestände.

Ein sehenswertes Bild in der Nacht bot das von der Amstetter Firma DDS-Licht- und Tonanlagen illuminierte Feuerwehrhaus, von dessen Turm herunter die Schrift „FFA 112 – Freiwillige Feuerwehr Amstetten“ auf den Asphalt projiziert wurde.

Quelle: Geislinger Zeitung